Es gibt Neues von Deutschlands Neo-Ravern: Frittenbude haben als Vorbote zum neuen Album, das im Frühjahr erscheinen soll, den ersten Song ins Netz gestellt. Frischer Beat, treibender Rhythmus und philosophisch-angehauchte Texte – so kennt man die drei aus Landshut, und so hört sich auch “Einfach nicht leicht” an. Das Video ist allerdings nicht nur low-low-low-budget, sondern auch noch optisch unterirdisch. Macht aber nix, der Song ist top! Viel Spaß beim Raven!
Sie klingen nach B-Movie und Science Fiction – und ihre Videos sehen genauso aus wie sie klingen: Die Münchner Dream-Popper High Voltage Humans haben einen neuen Song am Start: “Wishing Well”. Klingt cool, sieht cool aus! Würde mich freuen, mehr in diesem Jahr von den beiden zu hören.
Dreampop trifft auf Achtziger und ich gebe zu, dass es mir gefällt. Einer dieser Songs, die man spätabends hört, an die Decke blickend und sich all der vergangenen Dinge erinnert.
Wer denkt, aus Italien käme nur Musik im Stil von Eros Ramazzotti, der irrt. Aucan aus dem norditalienischen Brescia machen eine krude Mischung aus Experimental-Rock und Elektro-Pop. Manchmal kann man auch Einflüsse von Dubstep ausmachen. Und alles immer schön auf Downtempo herabgedreht. Exemplarisch stelle ich heute den Song “Storm” vor. Wie man hört, sollen die Live-Konzerte von Aucan der Hammer sein. Demnächst gehen sie auf Tour – das wäre eine Gelegenheit, sich selbst davon zu überzeugen.
Obwohl das Jahr erst begonnen hat, sind die Veröffentlichungen dieser Tage voller Vergänglichkeit. Ich denke da an Leonard Cohens Going Home, das beim New Yorker zu hören ist, oder an Gone Tomorrow von Lambchop. Wobei sich der Song dann doch irgendwie nach Aufbruch anhört.
Die jungen Londoner liefern mit “True Romance” einen unbeschwerten Pop-Song ab und dazu ein gruseliges Video mit einer Glöckner -vom-Notre-Dame-Adaption. Witzigerweise nannten sich die Citizens! früher anders, und zwar The Official Secrets Act. Damals hatten sie keinen Erfolg. Dann holten sie sich Franz-Ferdinand-Sänger Alex Kapranos ins Boot und gaben sich einen neuen Namen. Und sieh mal an: Plötzlich gelten sie in Großbritannien als Geheimtipp. In den nächsten Monaten wird jedenfalls das erste Album der Band erwartet. Mit Alex Kapranos als Produzent geht da sicher nichts mehr schief.
Django-Woche bei Songdestages: Gestern Django 3000aus Bajuwarien, heute Django Django aus London. Erinnert mich ein bisschen an die Beta Band nach dem Besuch eines Percussion-Workshops. Das Album erscheint am 30. Januar, mit größerem Aufsehen darf gerechnet werden.
Die vier Jungs aus den Chiemgau sind DAS große neue Ding in Sachen moderner Volksmusik. Nach La Brass Banda legen Django 3000 sogar noch einen drauf und machen Gypsy Pop in bairischer Mundart. Schmissiger Rhythmus, flotter Sound, witziger Text (wenn man ihn denn verstehen kann, hehe). Aber auch wer die Lyrics nicht versteht, wird Freude an dem Stück haben – es animiert zum Tanzen und der Refrain ist denkbar einfach: “Häh Heidi”.
Großartige Musik aus Österreich: Hinter dem Künstler- und Projektnamen Soap & Skin verbirgt sich die erst 21-jährige Anja Plaschg. Nach ihrem Debütalbum “Lovetune for Vakuum”, das bei Fans und Kritikern sehr gut ankam, meldet sie sich mit dem Minialbum “Narrow” zurück. Es enthält nur acht Titel und erscheint am 10. Februar 2012. Soap & Skin, das ist morbider Kammerpop mit jeder Menge romantischem Schwermut. So etwas kann ja eigentlich nur von einem/r Österreicher/in kommen. “Boat turns toward the port” ist der düstere Vorgeschmack auf das neue Album. Ganz wunderbar.
Live ist Anja Plaschg hier zu sehen:
10.02.12 WIEN – ARENA
12.02.12 BERLIN – VOLKSBÜHNE
15.02.12 LINZ – POSTHOF
16.02.12 GRAZ – ORPEHUM
27.02.12 MÜNCHEN – FREIHEIZHALLE
21.04.12 HAMBURG – KAMPNAGEL