Song des Tages

We could be heroes, just for one day

Posts in the Emo category

Finch: Letters To You

Finch haben eine Reunion gestartet und spielen diesen Sommer auf der Warped-Tour, ein Album ist ebenfalls geplant. Was mich nicht besonders tangiert, außer eben in der Erinnerung an Letters To You. Der Song war Teil meines Erasmus-Soundtracks und eigentlich das einzige Lied, dass mir von Finch im Gedächtnis gebleiben ist. Und es ist trotz hohen Emo-Faktors eine schöne Erinnerung.

Adolar: Halleluja

Man sieht sich als Adolar-Hörer ja manchmal dem Vorwurf ausgesetzt, allzu unerwachsenen Texten und Hörgesten zu lauschen. Mal ehrlich: Das ist mir völlig egal. Das neue Album Die Kälte der neuen Biederkeit erscheint im September, etwa zwei Wochen vor der Bundestagswahl.

Captain Planet: Pyro

Erst vor wenigen Tagen habe ich mich näher mit Treibeis, dem aktuellen Album von Captain Planet beschäftigt – und das, obwohl es schon seit Oktober draußen ist. Und was soll ich sagen: Ich bin ziemlich begeistert, die Songs laufen bei mir rauf und runter. Hiermit nachträglich auf meine Best-of-2012-Liste gesetzt.

Matze hat mir eigentlich von meiner Teenager-Zeit bis in die Gegenwart immer wieder aus der Seele gesprochen (oh Gott, sind wir alt…), erst mit Tagtraum und seit einiger Zeit als Solo-Künstler (hier mit einer kleinen Pixies-Hommage). Manchmal, bei dem ganzen Trubel, den ganzen Plänen, dem ganzen Immer-noch-ein-bisschen-Erwachsenwerden erinnert er mich daran, woher ich komme und wer ich eigentlich bin.

Auf Adolar bin ich zufällig beim Hören des kleinen feinen Internet-Radiosenders Howmuchrebellion (bei dem ich auch eine Sendung habe) gestoßen. Kannte ich nicht, mag ich jetzt. Zumindest diesen Song. Unprätentiöse Texte in Liebesliedern sind ja auch selten geworden. Für die Münchner: Am 28. April sind Adolar im Backstage zu Gast.

Jede Krise hat ihren Soundtrack und auf dem der gegenwärtigen sollte definitiv ein Song von La Disputes Wildlife vertreten sein. Auch wenn die Band manchmal noch die Abbiegung zu den gefälligeren (und damit langweiligeren) Harmonien nimmt: In den besten Momenten gehen La Dispute den Weg von At The Drive In weiter, keine Auflösung von Spannungen in Refrains, sondern erzählte Geschichten, die auf klassische Songstrukturen verzichten. Da hätte es der Album-Beilage in der unsäglichen (ein erwachsen gewordener Ex-Leser spricht) Visions doch überhaupt nicht bedurf!

Mit dem Beschwerde-Deutschrock von Tocotronic kann man mich eigentlich jagen, aber mit Ich bin viel zu lange… verbinde ich beste Erinnerungen: Das Lied ist der Soundtrack zu “Die Rache des Pegasus”, einem avantgardistischen Kurzfilm, der heute in den Archiven meiner alten Journalistenschule lagern dürfte und an dem ich nicht ganz unbeteiligt war.

Alkaline Trio haben mit Damnesia eine andere Art Best-Of-Album gemacht und 15 ihrer bekanntesten Songs nochmal in Akustik-Versionen aufgenommen. Insgesamt ist das noch ein bisschen mehr am Mainstream-Rock dran, als es A3 in den letzten Jahren eh schon sind. Die mangelnde Experimentierfreude ändert jedoch nichts daran, dass Alkaline Trio ziemlich viele gute Songs geschrieben haben, die auch in abgemagerter Form funktionieren.