Song des Tages

We could be heroes, just for one day

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Der jüngste Hype aus Großbritannien heißt Luke Sital-Singh, was damit zu tun hat, dass Luke Sital-Singh aus Großbritannien kommt und so etwas wie die Antwort der Insel auf Künstler wie Bon Iver ist. Jenseits des ganzen Brit-Patriotismus darf ich jedoch wirklich feststellen, dass zumindest dieser Song frischer wirkt als vieles, was in den letzten Monaten im Ex-Hype-Genre Neofolk erschienen ist. Und wie so oft bei britischen Künstlern ist der unbedingte Wille zum Radio-Airplay zu hören, was hier aber nicht weiter stören soll.

Beth Orton: Call Me The Breeze

Der Herbst ist da, man merkt es am Morgennebel und den sich bunt färbenden Blättern. Deshalb gibt es heute – passend zur Stimmung – einen Song der wundervollen Beth Orton. Eine Live-Performance von “Call Me The Breeze”. Ist zwar nicht ganz neu, sondern aus dem Album “Sugaring Season”, das letztes Jahr erschienen ist. Aber toll anzuhören ist er immer noch.

Seine Stimme führt einen auf die falsche Fährte: Archy Marshall a.k.a. King Krule ist erst 19 Jahre jung. Er stammt aus London und hat mit 6 Feet Beneath the Moon gerade sein Debütalbum veröffentlicht. Auf der Langstrecke verliert das Ganze ein bisschen, aber Easy Easy ist der perfekte Song aus der Welt des Teenage-Angst-Boredom.

Unglaublich sympathische Jungs: Gestern Abend haben The Drowning Man im Garten der Rubybar in München gespielt – und mich richtig begeistert! Die Fünf stammen aus Oceanside, Kalifornien, und haben gerade ihr zweites Album “All of the unknown” herausgebracht. Manchen werfen der Band vor, einfach nur frech die Indie-Helden von Arcade Fire zu kopieren. Aber vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ihr Frontmann, Songschreiber, Gitarrist und Sänger Nato Bardeen eine Stimme besitzt, die der eines gewissen Win Butler nicht nur ein wenig ähnelt. Und möglicherweise trägt auch der Mandolinen-Sound dazu bei. Aber sagen wir es mal positiv: Wer Arcade Fire mag, könnte auch Gefallen an The Drowning Men finden. Außerdem höre ich da auch ein bisschen Mumford & Sons raus. Mir jedenfalls gefällt’s!

Aloa Input: prblms

“New Weird Bavaria” nennt diese Band ihren Musikstil – und das wirft natürlich Fragen auf und lässt Hoffnungen ins Kraut schießen: Wo liegt dieses neue seltsame Bavarien? Und hat sich dort noch mehr versteckt? Wie auch immer: Mich würde es wundern, wenn diese drei Menschen nicht bald eine musikalische Hausnummer sein würden.

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Garda spielen Guitarren, Klaviere, Schlagzeug, Streicher, Bläser und vermutlich noch ein paar Instrumente. Alles klingt jetzt gerade sehr zeitlos. Keine Verzerrer (oder wenn doch dann eher in geringen Dosen), keine Synthies, keine Vocoder, keine wirklich komplexen oder brillanten Melodien, keine außergewöhnliche Klangfarbe. Indie-Balladen, Folk-Pop. Melodien und Gesang erinnern in der Tat am ehesten an The National. Auch die Texte. Hier wird nichts neuerfunden. Aber was sich auf dem Album findet ist wahrhaft schön und talentiert. Ein großartiges Album für die ersten Sommerabende.

Ah und: Garda kommen aus Dresden.