Song des Tages

We could be heroes, just for one day

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Die schottische Band Chvrches sind DER Geheimtipp 2013. Musikjournalisten und Blogger sagen der Band für dieses Jahr den großen Durchbruch vorher. Und wenn man sich den Sound der drei Musiker aus Glasgow anhört, ist man gewillt, diesen Weissagungen Glauben zu schenken. Lauren Mayberry liefert die ätherische Stimme zum Synthie-Sound von Iain Cook und Martin Doherty. Wunderbar!

Im Mai 2012 veröffentlichten sie ihren ersten Song “Lies”. Im September kam “The Mother We Share” und etablierte den typischen Chvrches-Sound: Groß klingende Synthesizer-Melodien mit rudimentärem Frauengesang, der tieftraurig und gleichzeitig höchst euphorisch klingt.

Und wieso schreibt sich Chvrches so seltsam? Mit “v” statt mit “u”? Dem “Guardian” gaben sie eine höchst einleuchtende Erklärung dafür: “tired of competing with Jesus for internet hits”. Ich jedenfalls bin total begeistert vom Sound der Schotten und hoffe auf mehr, viel mehr.

Grouper: Vital

Liz Harris und ihre kaum greifbaren, fast in der Luft der Dämmerung aufgelösten Songs. Würde ich im Schnee von Lappland ausgesetzt und dürfte nur ein einziges Album mitnehmen, es wäre vermutlich The Man Who Died In His Boat, das vergangene Woche erschienen ist.

Klingt nach einer Mischung aus Sigur Ros und Enya, was die isländischen Zwillinge Jófrídur und Àsthildur hier machen. Betörende Melodien, zarter Gesang, verträumte Klangteppiche. Ihr zweites Album heißt “Twosomeness”. Und auch live kann man die Schwestern bald bewundern.

Hier die Tourdaten:
http://pascalpinon.tumblr.com/image/41859364513

Apparat: A Violent Sky

“Krieg und Frieden” von Leo Tolstoi als Musikalbum? Kein Witz, Apparat aka Sascha Ring hat genau das versucht. Der Song A Violent Sky ist der erste Track daraus. Der vertonte Tolstoi soll Mitte Februar erscheinen. Abgefahren, aber gut!

Den perfekten Soundtrack für kalte Winterabende in der wohlig-warmen Stube liefern Brasstronaut. Die sechsköpfige Combo aus Vancouver kombiniert kunstvoll verschiedene Musikrichtungen miteinander. Der Titelsong “Mean Sun” des gleichnamigen Albums, das im Mai erschienen ist, erinnert mich ein wenig an die Träumer von Sigur Ros. Oh Tristesse!

Es existiert doch, das Ende der dunklen Tage. Es gibt ihn, den Blick in den Sommerhimmel, irgendwo auf einer Wiese liegend, weit weg von allem. Dort draußen, irgendwo im Raum der Zeit.

Das neue Album von Blackbird Blackbird heißt Boracay Planet.