Sigur Rós: Brenninsteinn
Ekki meira BÃum bÃum bambaló.
Kveikur.
Ekki meira BÃum bÃum bambaló.
Kveikur.
Als ich dann schließlich vor ein paar Jahren Explosions In The Sky doch einmal live gesehen habe, ließ mich die Musik erstaunlich fremd zurück. Vielleicht liegt es daran, dass die Songs der Band bei YouTube mit so vielen besonderen oder auch zauberhaften Videos unterlegt sind. So wie dieses hier.
Heavy Metal? Mitnichten. Progrock, mit etwas gutem Willen. Aber hier geht es ja um etwas anderes.
Fuck forgiveness, tolerance be damned, to hell with manners, the low-life’s invincible.
Ernstgemeinte Aufforderung meinerseits: Freiheitsslogan Eurer Wahl jetzt in den Monitor brüllen.
Der Synthie-Sound der Achtziger hat ja schon länger wieder die Kopfhörer und Boxen von heute zurückerobert. Besser gesagt: der Neo-Synthie-Sound, denn an die Originale wie Depeche Mode, Camouflage, Duran Duran und Alphaville kann sowieso niemand ran. Noblesse Oblige versucht es schon seit ein paar Jahren, nun ist das neue Album “Affair Of The Heart” herausgekommen. Ich muss sagen, “Runaway” kommt an den emotionslosen Retortencharme der Original-Achtziger schon ziemlich gut heran. Allerdings fehlt dem Berliner Duo noch das gewisse Etwas, um so richtig geile Musik zu machen.
Gitarrengeschrammel, Old-School-Drums und ein knarzig-psychedelischer Gesang: Wer diesen Song hört, ohne zunächst zu wissen von wem er stammt, tippt vermutlich auf die frühen Siebziger. Led Zeppelin, Deep Purple oder so etwas in der Richtung. Doch falsch gedacht. Es handelt sich um das Debütalbum “The Lone Crors” der gleichnamigen Band, das Ende April in die Läden kam. Die Jungs aus Minneapolis zelebrieren einfach Retrorock und kombinieren Blues, Grunge, Stoner Rock und Psychedelic Rock. Dabei bedienen sie sich ganz unverblümt aus der Ideenkiste der Rockmusik aus den 60ern und 70ern. Mir gefällt’s!
Mit ihrem neuen Album “Tales Of A Grass Widow” ist den beiden Schwestern Bianca und Sierra Casady, besser bekannt als Cocorosie, wieder einmal etwas durchaus Außergewöhnliches gelungen. Poppig-verspielt kommt der Song “After The Afterlife” daher, garniert mit dem bizarr-lieblichen Gesang, der so typisch ist für Cocorosie. In ein paar Tagen startet auch die Europatour der Schwestern, genaue Termine findet man auf ihrer Website.
Fuego con llanto es vapor
vapor con viento no es naa, se va,
como lluvia volvera
para comenzar la siembra.
Die “Partido Socialista Unido de Venezuela”, die sich Alí Primera schon zu Chávez’ Zeiten zu eigen gemacht hat, hat keinen Anspruch mehr auf dieses Lied. Es gehört dem venezolanischen Volk.
Ich weiß noch, als ich vor vielen Jahren mit dem Album XTRMNTR Primal Scream entdeckte. Bobby Gillespie, das hatten mir schon Jahre zuvor diverse Musikzeitschriften-Schreiber eingebläut, war so etwas wie ein Ein-Personen-Chemical-Brothers, ein Soundmagier, der Konventionen mit großer Feierlichkeit einreißt (und den meine Chemical Brothers hörenden Freunde nie entdecken würden). Damals stürzte ich mich auf jede Fährte, die neue Klänge und Hörrevolutionen versprach und tatsächlich war XTRMNTR anders, scheissegaler in der Haltung und der Furcht vor Schubladen. Doch war das die Revolution? Das goldene Tor zu neuen musikalischen Welten? Ich war mir nicht sicher und bin es mir auch heute nicht, was Primal Scream betrifft. River Of Pain stammt aus dem neuen Album More Light.
Heute gibt’s einen wirklich großartiger Track, der mir einfach gar nicht mehr aus den Ohren will! Als sich die New Yorker Hip-Hop-Gruppe Das Racist 2012 (nach einem Konzert in München) trennten, arbeiteten sie eigentlich noch an einem neuen Album. Unveröffentlichtes Material blieb zurück und drohte in Vergessenheit zu geraten. Doch nun hat die kanadische Elektronik-Band A Tribe Called Red den Track “Indians From All Directions” zum Leben erweckt. Groß, groß, groß!!!
Das neue A Tribe Called Red’s Album heißt “Nation II Nation” und ist seit 7. Mai in den Läden.
“Ich hätte ja nie gedacht, dass zwischen denen mal was laufen könnte.” Das Zitat, das jeder aus seinem Freundeskreis kennt, lässt sich hier musikalisch anwenden: Kimya Dawson von den Moldy Peaches und der von mir außerordentlich geschätzte Aesop Rock haben sich zusammengetan und mit dem morgen erscheinenden Hokey Fright offensichtlich einen ziemlich genialen Hybriden aus Folk und HipHop geschaffen. Mehr Fusion für die Musikwelt!